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Kommunismus ist wie Toyota

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Neueste Untersuchungen zeigen, dass Toyota beim Prius doch nicht so viel falsch gemacht hat. Aber damit wäre die folgende Parabel (oder Analogie? Ich hätte im Deutschunterricht besser aufpassen sollen) dahin. Deshalb, zum Wohle dieses Textes bleiben wir bei der Annahme, dass die Hybridautos von Toyota keine funktionierenden Bremsen haben.

Wenn Leute sagen, dass Kommunismus zwar in der Realität schreckliche Folgen hatte, denn die Gulags, Kriege, ethnischen Säuberungen und sonstigen Verbrechen kommunistischer Diktatur kann wohl keiner Gutheißen, aber in der Theorie ist er schon toll, dann könnte ich mich jedes Mal eine Stunde lang darüber auslassen, wie dumm diese Aussage ist. Der erste und wahrscheinlich offensichtlichere ist vielleicht mit diesem Beispiel deutlich zu machen:

Also, ein Toyota Prius ist schon toll. Der spart so viel Benzin und ist so umweltschonend. Das hat sich Toyota wirklich gut ausgedacht, ich bin ein wahrer Fan. Klar, in der Realität wickelt man sich innerhalb einer Woche um einen Baum, oder fährt mit Vollgas in eine Mauer, aber in der Theorie ist ein Prius schon gut. Ich finde, jeder sollte Prius fahren, denn theoretisch, wäre das super.

Ich meine, wen interessiert es, wie gut, oder besser, nett, die Theorie hinter etwas war, wenn die Anwendung dieser Theorie dazu führt, dass Millionen Menschen sterben, entweder weil sie gegen Mauern fahren, oder in Gulags umgebracht werden. Tatsächlich spricht das nicht gerade für eine Theorie, wenn sie so wenig Übereinstimmung mit der Realität hat. Damit wäre zum Beispiel auch die Theorie, dass die Erde im Mittelpunkt des Universums steht, eine tolle Theorie. Sogar eine Bessere, als Kommunismus. Wäre das nicht toll? Im Mittelpunkt des Universums zu sein. Was für eine schöne Theorie. Leider komplett nutzlos, weil es überhaupt keine Entsprechung in der Realität hat und es viel bessere Theorien gibt. Insofern ist diese Theorie sogar besser als die des Kommunismus, weil sie wenigstens nicht Menschenleben gefährdet.

Der zweite Grund: Warum, um Himmels Willen, ist Kommunismus in der Theorie gut? Was bitte ist gut daran, eine Führungselite zu haben, die alles Eigentum auf einem Territorium so groß wie Nationen, für sich beansprucht, jedem normalen Bürger sein Eigentumsrecht aberkennt und das dann „gerecht“ nennt? Echt jetzt, im Kommunismus gibt es kein Eigentum? Falsch, das Eigentum liegt beim Staat, und da der in der Realität nicht existiert, sondern durch Politiker, Polizei, Militär und sonstige Organe Ausprägung findet, haben diese Personen das ganze Eigentum für sich beansprucht. Kommunismus heißt also, dass manche Menschen totales Eigentumsrecht haben, und die meisten, gar keines. Wow, das hört sich wirklich gerecht an, not. Kommunismus ist nicht in der Theorie gut und schon gar nicht in der Praxis. Wer sich zum Kommunismus bekennt, einen Kommunistenstern an der Jacke trägt, oder ein Che Guevara T-Shirt an hat, der könnte sich in meinen Augen ebenso zum Nationalsozialismus bekennen, mit Hakenkreuzanhänger um den Hals und Hitleremblem am Rucksack. Und dass 99% der Che Guevara T-Shirt-Träger Modeopfer sind und gar nicht wissen, was sie da am Körper haben und für was das steht, macht die Sache nicht besser, sondern zieht die Betroffenen zusätzlich auch noch ins Lächerliche.

So, genug geranted für heute.

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Written by tweev

2010-07-14 at 18:14

Veröffentlicht in Facepalm, Politik

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