tweev

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Ganz kurz, habe eigentlich keine Zeit: „Snow Crash“ von Neal Stephenson. IMHO nicht ganz so gut wie Cryptonomicon (das ist aber auch bis jetzt mein Lieblingsbuch), aber immer noch sehr zu empfehlen. 8/10.

Heute habe ich mit „Pride and Prejudice and Zombies“ von Seth Grahame-Smith begonnen. Bis jetzt cool, auch wenn man ein wenig Zeit braucht, diese klassische, noble Art von Englisch flüssig zu lesen.

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Written by tweev

2010-02-15 at 21:34

Klare Worte

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Der Artikel ist so und so gut. Das ist man vom Autor gewohnt. Dieser Kommentar hat es aber auch in sich:
http://ef-magazin.de/2010/01/21/1804-kooperation-mit-kriminellen-staat-und-sicherheit#c24454

Written by tweev

2010-01-21 at 22:25

Veröffentlicht in Freiheit, Politik

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Kürzlich gelesen

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Vor kurzem bin ich mit Neal Stephensons Cryptonomicon fertig geworden. Ich habe keine Lust hier eine Rezension zum Besten zu geben, sondern will nur sagen, dass es sehr cool war. Der Schluss war mir aber ein wenig zu rasch, zu plötzlich. Vielleicht hat sich Stephenson bei Seite 1000 gedacht, dass er jetzt mal aufhören sollte zu schreiben. Meiner Meinung nach hätte das 1168 Seiten Buch noch gut und gerne 200 bis 300 Seiten vertragen. Trotzdem sehr gut. Seit diesem Buch finde ich U-Boote so cool. Was mich zum nächsten kürzlich fertig gelesenem Buch bringt:

Max Brooks World War Z. Auch dieses Buch fand ich sehr gut. Ich mag das Zombie-Genre ja generell sehr gern und in diesem Buch kommt sogar ein U-Boot auch noch vor. Was kann man mehr verlangen? Das Buch ist eine Sammlung von fiktiven Interviews durch einen Journalisten der um die ganze Welt reist. Die Interviewten erzählen von ihren Erlebnissen vor, während und nach dem Zombie-Weltkrieg. Es bricht nämlich eine Seuche aus, die Menschen zu Zombies werden lässt und die sich so rasch ausbreitet, dass wir fast ausgestorben wären. Was an dieser Erzählform aber ein wenig schade ist, ist dass man keinen Bezug zu einer Person aufbauen kann. Hoffentlich kommt von Max Brooks noch mehr.

Beide Bücher kann ich jedem der sich mit den entsprechenden Genres prinzipiell anfreunden kann nur wärmstens ans Herz legen.

Das nächste Buch, das vor kurzem die Amazon-Lagerhalle verlassen hat und sich auf dem Weg zu mir befindet: Neal Stephenson (ja schon wieder) „Snow Crash“.

PS: Diese Empfehlungen beziehen sich auf die Bücher in englischer Orignalfassung. Ob die deutschen Übersetzungen auch gut sind kann ich nicht sagen, ich denke aber schon. Ich habe nicht viele Wortspiele oder Witze oder ähnliches gelesen, die in anderen Sprachen nicht funktionieren würden.

PPS: Ich habe gerade herausgefunden, dass der deutsche Titel von „World War Z“ „Wer länger lebt, ist später tot“ lautet. Was für ein beschissener Titel. Soll das lustig sein? Warum?! Ich wünschte, ich könnte das vergessen… Es ist so erbärmlich… Bitte nicht auf deutsch kaufen. Sowas darf nicht sein… Meine Reaktion:

Written by tweev

2010-01-18 at 21:07

Veröffentlicht in Literatur

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Why Switzerland Has The Lowest Crime Rate In The World

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Written by tweev

2009-12-09 at 15:47

Veröffentlicht in Waffen

Ich verwende vi

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Und nicht Emacs. Vi (gespr. wie ei) ist ein Texteditor. Diese Programmgattung ist dafür da, Zeichen in Dateien zu schreiben und für sonst nichts. Im Gegensatz zu Wortprozessoren wie MS Word oder OO Writer kennen Editoren keine Formatierungsbefehle. Ein Buchstabe ist ein Buchstabe ist ein Buchstabe. Wenn da ein A steht, dann steht da nur ein A und nicht noch irgendwo unsichtbar für den Benutzer eine Befehlssequenz die sagt, in welcher Schriftart das A sein soll, oder ob es Fett ist und welche Größe es hat.

Jetzt ist es aber so, dass einige Editoren, wie zum Beispiel Emacs oder Vim (für Vi iMproved) schon einen beträchtlichen Umfang an Programmcode inhärieren und wie Neal Stephenson in „In the Beginning was the Command Line“ schreibt, kann man sich vorstellen was passiert, wenn kluge Programmierer ihr ganzes Hirnschmalz dafür verwenden, nicht Formatierung schöner zu machen oder neue blinkende Features einzubauen, sondern die Aufgabe Text zu schreiben perfektionieren. Es entstehen nämlich unglaublich mächtige Werkzeuge, die wenn man auch nur einen kleinen Prozentsatz dessen was sie zu bewerkstelligen vermögen beherrscht, unglaublich praktisch und effektiv sind.

Eine kleine Lüge von zuvor muss ich klarstellen, ich verwende selbstverständlich nahezu nie den Ur-vi, sondern eine neuere und umfangreichere Reimplementation davon, nämlich Vim. Nur auf Servern wo mir ansonsten nur Emacs oder nano zur Verfügung steht, greife ich auf vi zurück.

Ich habe aber nichts gegen Emacs oder nano oder gegen irgendeinen anderen der zahlreichen, sehr guten Editoren. Die Zeiten der Emacs vs. vi-Flamewars sind, denke ich, endgültig vorbei und das ist auch gut so. Wenn jemand heute in eine der beiden Richtungen flamed, dann kann ich das gar nicht anders interpretieren als als lustig gemeinten Troll, oder als Hommage an die guten alten Zeiten im Sinne von „wisst ihr noch, als wir das ernst gemeint haben?“.

Warum ich vi lieber habe als Emacs? Auf jedem ernstzunehmenden Betriebssystem gibt es ihn standardmäßig. Auf Windows nicht. Sonst überall. Das heißt, wenn man sich schon die Mühe macht einen Editor zu lernen, dann kann man auch gleich einen nehmen, den man dann überall antrifft. Das ist so wie eine Fremdsprache lernen. Ich lerne nicht gerne neue Sprachen. Ich kann Deutsch, weil es meine Muttersprache ist und Englisch, weil ich es in der Schule hatte und die meisten Medien (TV, Musik, Literatur) die ich konsumiere in englischer Sprache sind. Aber angenommen ich hätte mich entscheiden können, anstatt Englisch Französisch zu lernen. Hätte ich das gemacht? Sicher nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich mit jemanden, der nicht Deutsch kann, auf Französisch unterhalten kann, ist um einiges geringer als bei Englisch. Also nehme ich aus praktischen Gründen gleich die verbreitetere Sprache.

Außerdem trifft man auf vi früher, weil er eben überall standardmäßig dabei ist und in jedem Manual erwähnt wird. Man arbeitet sich also ins nächstbeste POSIX-compliant OS ein und wird dabei förmlich auf vi gestoßen. Und zwar deshalb, weil er Teil des POSIX-Standards ist. Das ist ein ähnlicher Effekt wie die Marktdominanz von MS Word. Vielleicht kann jemand, der sich wirklich damit auskennt behaupten, dass OO Writer nicht ganz so viel kann wie MS Word, aber ehrlich… interessiert das jemanden? 99,99% der Menschen die Word benutzen, wären mindestens genauso zufrieden mit Writer. Aber sie verwenden es trotzdem, weil es früher da war, weil sie Word früher gesehen haben und jetzt bleiben sie dabei.

Nachtrag: Gute Tutorials für Vim: Vim 101, Vim 201, Vim 301, Vim 401

Written by tweev

2009-12-06 at 16:57

Veröffentlicht in Nerd Stuff, Software

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Religionsfreiheit

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Irgendwie muss denke ich jeder gerade seinen Senf zum Minarettenverbot in der Schweiz abgeben. Also warum auch nicht ich? Zuerst muss ich wohl meinen Standpunkt erklären: Als säkularer Atheist glaube ich zwar nicht, dass irgendeiner der zahlreichen Götter existiert, will aber niemanden den Spaß verderben, wenn er oder sie gern diverse Rituale abhält, um Jahwe, Zeus oder wen auch immer milde zu stimmen, Regen zu erbitten, oder seine Feinde zu töten. Jeder hat meiner Meinung nach die Freiheit an was auch immer zu glauben, an was er oder sie will und sein oder ihr Leben danach auszurichten. Unter einer Bedingung: Niemand anderen damit auf die Nerven zu gehen. Und das ist der springende Punkt: Einen Turm zu bauen von dem aus dann die ganze Nachbarschaft in periodischen Abständen zwangsbeschallt wird geht zumindest mir auf die Nerven. Da macht es keinen Unterschied, ob es sich um Glockengebimmel handelt oder um Gebrüll eines Muezzins. Also JA zu Minarettverbot und so wahr mir das fliegende Spaghettimonster helfe, auch JA zum Kirchturmverbot. Obwohl… Nein. Eigentlich nicht. Minarette und Kirchtürme sind ja in Ordnung, solange ihr Audiosystem ausgeschaltet bleibt. Wenn jemand auf seinem Grund und Boden gerne Türme baut, bitte, wen interessiert das?

Aber nochmal zurück zum Punkt, dass manche den Drang haben der Nachbarschaft durch ständige Lärmbelästigung auf die Nerven zu gehen: Ich denke nicht, dass eine Nation mehr als einen solcher ADS-Kulte verträgt. Wenn zu jeder vollen Stunde die Glocken läuten und zu jeder halben Stunde der Muezzin schreit wird man ja verrückt. Was? So schlimm ist das gar nicht? Na wartet ab. Wenn man der Tendenz jedem lauthals mitzuteilen was man Glaubt keinen Einhalt gebietet, wo ist dann Schluss? Hat die Church of Emacs auch das Recht zwei mal am Tag in voller Lautstärke und einem Verstärkeraufbau der Slayer neidisch werden lässt „I Wanna Rock“ zu spielen? Und darf Scientology dann auch vier mal am Tag irgendwas lautes machen, was auch immer ein abgedrehter Space Cult macht? Und dann kommen noch die Hindus, Buddhisten, Sikhs, Zarathustrier und viele andere dazu und dann sind wir wirklich bei mindestens halb stündlicher Lärmbelastung. Also auch wenn keiner Mitleid mit uns Atheisten hat und meint, das Gebimmel und von mir aus auch das Gebrüll ist uns schon zuzumuten, spätestens hier hat dann wohl jeder ein Problem mit öffentlicher Religionsausübung.

Und nein, nur weil auch Autos und Flugzeuge laut sind, heißt das nicht, dass es okay ist, zusätzlich unnötige Schallquellen zu installieren. Denn Autos und Flugzeuge machen nicht zum Selbstzweck Lärm. Das Argument mit den Autos ist ja schon von den Rauchern her bekannt. Wenn wer was gegen lungenbelastende Dinge hat, der muss nicht nur das Rauchen, sonder auch das Autofahren verbieten. Bullshit. Vom Autofahren hat man ja einen tatsächlichen Wert, vom Rauchen nicht. Und vom Beten und Schreien und Läuten auch nicht. Sorry liebe Glaubensgemeinschaften. Dass Beten wirkungslos ist, ist sogar schon wissenschaftlich untersucht worden.

Also, wer Kirchturmglocken und Muezzins zustimmt, der stimmt auch zu, dass die Kirche der Atheisten oder Atheistische Kirche (da schaut ein Glaubenskrieg daher) zu jeder vollen Stunde von einem Turm aus mit Lautsprecher Deicide „Fuck Your God“ spielt.

Written by tweev

2009-12-02 at 10:53

Veröffentlicht in Aberglaube, Aktuell

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In the Beginning was the Command Line

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Vor kurzem las ich das Essay „In the Beginning was the Command Line“ von Neal Stephenson. In diesem 36.329 Wörter langem Text aus dem Jahr 1999 schafft es der Autor gesellschaftliche Phänomene wie Kulturlosigkeit, Amerikanisierung, den Wunsch vieler Menschen belogen zu werden und so weiter dadurch zu beleuchten, indem er von den Unterschieden diverser Betriebssysteme ausgeht. Er postuliert drei Arten nicht-technischer Natur von Betriebssystemen, nämlich Microsoft/Apple-Artige, GNU/Linux-Artige und BeOS-Artige. Also Betriebssysteme hinter denen viel Geld und viele Interessen stehen, dass sie angebracht werden, andere, die frei verfügbar sind, aber die einem auch keiner aufschwatzt und Nischenbetriebssysteme die gut und günstig sind, aber von deren wirtschaftlichen Absetzbarkeit nicht einmal die Hersteller überzeugt sind. Ein wirklich gelungener Text der zum Nachdenken und Schmunzeln anregt. Zum Schmunzeln vor allem dann, wenn man GNU/Linux-User ist. Ein paar technische Fehlgriffe (X Windows, XEmacs ist eine GUI für Emacs) darf man dem Autor verzeihen und auch die hündische Glorifizierung von GNU/Linux ist in Anbetracht der Tatsache, dass 1999 Windows technisch unbestreitbar ein Haufen Scheiße war und MacOS ebenso, GNU/Linux aber gerade im Aufschwung, mit einem Augenzwinkern zu verkraften.

Written by tweev

2009-12-01 at 22:17