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Archive for the ‘Literatur’ Category

Pride and Prejudice and Zombies Rezension

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Leichter Spoiler-Alert.

Ein bisschen zu viel „Pride and Prejudice“ und zu wenig „and Zombies“. Man muss sich durch ewige Kapitel von Dinnerpartys und Bällen und Briefwechsel quälen, damit dann ab und zu ein paar Zombies geköpft werden. Teilweise ist die Brutalität auch nur noch lächerlich. An einem Punkt, als Elisabeth einen Ninja tötete und dessen Herz aß, war ich kurz davor das Buch ungelesen ins Regal zu stellen.

Was mir außerdem nicht gefallen hat, war dass die Zombies einfach da waren. Es gibt die halt seit 55 Jahren, man hat sich damit arrangiert, aber ansonsten ist das Leben ganz normal. Man muss nur ab und zu ein paar Zombies töten und hin und wieder ist die Infektion eines Freundes oder Familienmitglieds zu beweinen, aber hin und wieder sterben Leute auch an Durchfall (in dieser Zeit), das ist somit eigentlich auch nichts besonderes. Außerdem sind die Zombies nicht so dumm und triebgesteuert wie sonst. In einer Szene merkt man, dass sie so etwas wie Angst empfinden können. Es liegt natürlich dem Autor frei, Zombies solche Attribute zu geben, in meinen Augen ist das Schreckliche an Zombies aber gerade die Tatsache, dass sie vor nichts Angst haben, immer fressen wollen, egal was es kostet.

Positiv viel mir auf, dass das Frauenbild in diesem Buch sogar für heutige Zeit als sehr emanzipiert aufgefasst werden würde, um so stärker in der damaligen. Frauen, vor allem die Hauptprotagonistin sind stark, kampferfahren und duellieren sich um ihrer und der Ehre ihrer geliebten Männer wegen. Ich würde dieses Buch nicht wirklich empfehlen. Es ist leider weder Fleisch noch Fisch. Wer Zombies mag, ist mit einem Buch dessen Fokus darauf liegt besser beraten, wer verworrene Liebesgeschichten mag, soll das Original lesen.

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Written by tweev

2010-02-22 at 2:24

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Ganz kurz, habe eigentlich keine Zeit: „Snow Crash“ von Neal Stephenson. IMHO nicht ganz so gut wie Cryptonomicon (das ist aber auch bis jetzt mein Lieblingsbuch), aber immer noch sehr zu empfehlen. 8/10.

Heute habe ich mit „Pride and Prejudice and Zombies“ von Seth Grahame-Smith begonnen. Bis jetzt cool, auch wenn man ein wenig Zeit braucht, diese klassische, noble Art von Englisch flüssig zu lesen.

Written by tweev

2010-02-15 at 21:34

Kürzlich gelesen

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Vor kurzem bin ich mit Neal Stephensons Cryptonomicon fertig geworden. Ich habe keine Lust hier eine Rezension zum Besten zu geben, sondern will nur sagen, dass es sehr cool war. Der Schluss war mir aber ein wenig zu rasch, zu plötzlich. Vielleicht hat sich Stephenson bei Seite 1000 gedacht, dass er jetzt mal aufhören sollte zu schreiben. Meiner Meinung nach hätte das 1168 Seiten Buch noch gut und gerne 200 bis 300 Seiten vertragen. Trotzdem sehr gut. Seit diesem Buch finde ich U-Boote so cool. Was mich zum nächsten kürzlich fertig gelesenem Buch bringt:

Max Brooks World War Z. Auch dieses Buch fand ich sehr gut. Ich mag das Zombie-Genre ja generell sehr gern und in diesem Buch kommt sogar ein U-Boot auch noch vor. Was kann man mehr verlangen? Das Buch ist eine Sammlung von fiktiven Interviews durch einen Journalisten der um die ganze Welt reist. Die Interviewten erzählen von ihren Erlebnissen vor, während und nach dem Zombie-Weltkrieg. Es bricht nämlich eine Seuche aus, die Menschen zu Zombies werden lässt und die sich so rasch ausbreitet, dass wir fast ausgestorben wären. Was an dieser Erzählform aber ein wenig schade ist, ist dass man keinen Bezug zu einer Person aufbauen kann. Hoffentlich kommt von Max Brooks noch mehr.

Beide Bücher kann ich jedem der sich mit den entsprechenden Genres prinzipiell anfreunden kann nur wärmstens ans Herz legen.

Das nächste Buch, das vor kurzem die Amazon-Lagerhalle verlassen hat und sich auf dem Weg zu mir befindet: Neal Stephenson (ja schon wieder) „Snow Crash“.

PS: Diese Empfehlungen beziehen sich auf die Bücher in englischer Orignalfassung. Ob die deutschen Übersetzungen auch gut sind kann ich nicht sagen, ich denke aber schon. Ich habe nicht viele Wortspiele oder Witze oder ähnliches gelesen, die in anderen Sprachen nicht funktionieren würden.

PPS: Ich habe gerade herausgefunden, dass der deutsche Titel von „World War Z“ „Wer länger lebt, ist später tot“ lautet. Was für ein beschissener Titel. Soll das lustig sein? Warum?! Ich wünschte, ich könnte das vergessen… Es ist so erbärmlich… Bitte nicht auf deutsch kaufen. Sowas darf nicht sein… Meine Reaktion:

Written by tweev

2010-01-18 at 21:07

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In the Beginning was the Command Line

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Vor kurzem las ich das Essay „In the Beginning was the Command Line“ von Neal Stephenson. In diesem 36.329 Wörter langem Text aus dem Jahr 1999 schafft es der Autor gesellschaftliche Phänomene wie Kulturlosigkeit, Amerikanisierung, den Wunsch vieler Menschen belogen zu werden und so weiter dadurch zu beleuchten, indem er von den Unterschieden diverser Betriebssysteme ausgeht. Er postuliert drei Arten nicht-technischer Natur von Betriebssystemen, nämlich Microsoft/Apple-Artige, GNU/Linux-Artige und BeOS-Artige. Also Betriebssysteme hinter denen viel Geld und viele Interessen stehen, dass sie angebracht werden, andere, die frei verfügbar sind, aber die einem auch keiner aufschwatzt und Nischenbetriebssysteme die gut und günstig sind, aber von deren wirtschaftlichen Absetzbarkeit nicht einmal die Hersteller überzeugt sind. Ein wirklich gelungener Text der zum Nachdenken und Schmunzeln anregt. Zum Schmunzeln vor allem dann, wenn man GNU/Linux-User ist. Ein paar technische Fehlgriffe (X Windows, XEmacs ist eine GUI für Emacs) darf man dem Autor verzeihen und auch die hündische Glorifizierung von GNU/Linux ist in Anbetracht der Tatsache, dass 1999 Windows technisch unbestreitbar ein Haufen Scheiße war und MacOS ebenso, GNU/Linux aber gerade im Aufschwung, mit einem Augenzwinkern zu verkraften.

Written by tweev

2009-12-01 at 22:17

Voltaire: Candide

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Ich habe die Textversion von der Project-Gutenberg-Homepage mit Latex zu einem schönen, druckreifen Dokument umgewandelt.

Voltaire – Candide (en, pdf)
Voltaire Candide (actually a TeX-File)

Written by tweev

2008-01-23 at 12:08

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